TuB-Schrauber zum Siegen verdammt

Bitterfeld lässt Bocholt keine Chance (Foto: VC Bitterfeld-Wolfen)

TuB Bocholt muss aufpassen, dass das Team nicht in die Dritte Bundesliga zurückmuss. Die Zweitliga-Volleyballer müssen an den restlichen beiden Spieltagen noch unbedingt punkten. Am besten schon Sonntagnachmittag. Dann steht nämlich das Kellerduell beim USC Braunschweig an. Und dieses Match dürfen die Bocholter auf gar keinen Fall verlieren. Zum Saisonfinale bekommen sie es nämlich am 22.April daheim mit dem starken Tabellendritten VC Bitterfeld-Wolfen zu tun. Die Braunschweiger haben nur vier Punkte Rückstand auf die Bocholter, haben aber auch ein Spiel weniger ausgetragen.

Die „TuB-Schrauber“ stehen ohnehin mit nur einem Punkt Vorsprung vor den Tecklenburger Land Volleys auf dem gesicherten zehnten Platz. Aber auch dieses Team hat wie der USC eine Partie weniger ausgetragen. Die TeBu-Sechs könnte somit auch noch locker an den Bocholtern vorbeiziehen, die in der Löwenstadt Niedersachsens somit stark in der Pflicht stehen. Auf jeden Fall ist das für den neuen TuB-Trainer Norbert Olbing ein immens hartes Wochenende. Mit der SG SV Werth/TuB Bocholt kämpft er in der Frauen-Volleyball-Regionalliga um den Klassenerhalt. Und auch die Routiniers von TuB Bocholt II, die Olbing auch noch trainiert, sind in der Oberliga zumindest noch theoretisch abstiegsgefährdet.

 

Olbing hatte das Amt von Marinus Wouterse übernommen, der Ende Februar entlassen worden war. Und sein Debüt war durchaus gelungen, weil Olbing mit den Bocholtern daheim gegen die TSGL Schöneiche einen 3:2-Heimsieg schaffte. Personell sieht es bei den TuB-Akteuren ganz ordentlich aus. „In den vergangenen Wochen haben wir kleinere Verletzungen auskuriert“, sagt Olbing. Nur hinter dem Einsatz von Michel Koetsenruijter steht noch ein Fragezeichen.Und der TuB-Coach bringt die Sachlage unmissverständlich auf den Punkt: „Das ist für uns das Spiel der Spiele. Wir sind zum Siegen verdammt. Denn die Braunschweiger und die TeBu-Volleyballer haben jeweils ein Spiel weniger bestritten und können noch vorbeiziehen.“

 

Die Trainingsbeteiligung sei zuletzt etwas schwächer gewesen, was aber kein Problem sei, da die jüngeren Akteure zum Beispiel durch die U18-DM im Spielrhythmus geblieben seien, so Olbing. Mit dem Gegner hat er sich per Video-Analyse befasst. Sein Urteil über den USC Braunschweig: „Es ist ein spielerisch starkes Team. Es ist aber nicht sehr athletisch. Im Vordergrund stehen bei den Braunschweigern Sicherheit und Ballkontrolle. Das liegt uns eher.“ Und einen bestimmten USC-Spieler könne er auch nicht herauspicken. Olbing: „Das sieht man schon daran, dass fast in jedem Spiel ein anderer Spieler vom gegnerischen Trainer zum wertvollsten Akteur gewählt wird.“

 

Der Volleyball-Zweitligist setzt am Sonntag einen Bus ein. Er fährt um 8.30 Uhr am TuB-Vereinsgelände, In den Hagensweiden, Lowicker Straße, los. Interessierte Volleyballfans können mitfahren, wie TuB-Trainer Norbert Olbing gestern sagte.