TuB-Schrauber verlieren mit 0:3 Sätzen

Bitterfeld lässt Bocholt keine Chance (Foto: VC Bitterfeld-Wolfen)

Das war heftig und in dieser Deutlichkeit mit Sicherheit auch nicht erwartet worden: TuB Bocholt musste sich gestern Nachmittag auswärts beim USC Braunschweig mit 0:3 (23:25, 16:25, 17:25) Sätzen geschlagen geben. Damit gehen für die „TuB-Schrauber“ die Lichter in der Zweiten Bundesliga so langsam aber sicher aus. Die Bocholter sind nämlich auf den elften Tabellenplatz abgerutscht, der am Saisonende den Abstieg bedeutet. Denn die Braunschweiger zogen nun an der TuB-Sechs vorbei.

Somit durfte gestern alles andere als das passieren, dass der USC so hoch gewinnt. „Wir sind zum Siegen verdammt“, hatte Bocholts neuer Trainer Norbert Olbing im Vorfeld der so immens wichtigen Partie gesagt. Doch im Spiel der Spiele hatten die Gäste gestern keine Chance. Die TuB-Sechs muss nun zum Saisonfinale möglichst hoch gegen den Tabellendritten VC Bitteferld-Wolfen gewinnen. Das letzte Heimspiel steigt am Samstag, 22.April, in der Bocholter Euregio-Sporthalle. Parallel muss der USC Braunschweig beim Tabellensechsten DJK Delbrück möglichst hoch verlieren, damit TuB den Ein-Punkte-Rückstand auf die Braunschweiger noch aufholen kann. Insofern war das gestern die Vorentscheidung, weil die Bocholter es nun nicht mehr selbst in der Hand haben.

 

„Das ist echt tragisch. Das war nämlich mehr als ein Big-Point-Spiel. Es war klar: Einen trifft es, Braunschweig oder uns. Das ist nun echt bitter“, sagte Olbing. „Jeder hatte die Tabelle im Kopf. Die hohe Anspannung war beiden Teams anzumerken, sie lag in der Luft.“

Der erste Satz war sehr spannend. Die von Thorsten Galgonek trainierten Gastgeber behaupteten sich knapp mit 25:23 Punkten. Das versetzte den Gästen so etwas wie einen Knacks. Denn anschließend lief unterm Strich nicht mehr viel zusammen. Das war auch an den beiden folgenden Sätzen abzulesen. Sie gingen mit 25:16 beziehungsweise 25:17Punkten jeweils sehr deutlich an die Braunschweiger, die damit den glatten 3:0-Heimsieg unter Dach und Fach brachten.

 

„Der Knackpunkt war der erste Satz. Die Braunschweiger wurden nach dem 1:0 sicherer. Wir konnten durch unsere Aufgaben keinen Druck aufbauen“, so Olbing. „Und auch am Netz waren die Braunschweiger in ihren Angriffen und im Block besser. Wir haben die Angreifer nicht in den Griff bekommen. So kann man ein Spiel nicht gewinnen.“

 

Gedanklich müssen sich die Bocholter mit der Rückstufung in die Dritte Liga befassen. Olbing: „Wir haben jetzt nur noch eine ganz kleine Chance.“ Vielleicht wäre das Spiel anderes gelaufen, wenn die Bocholter beim Stand von 23:23 im ersten Satz die nächsten beiden Punkte gemacht hätten. „Hätte, Wenn und Aber – wir wissen es nicht“, sagte Olbing. Dabei hatten die TuB-Volleyballer gestern in Braunschweig durch den Einsatz eines Fan-Busses das wesentlich lautere Publikum auf ihrer Seite.