Tub Bocholt bleibt Zweitligist

Bitterfeld lässt Bocholt keine Chance (Foto: VC Bitterfeld-Wolfen)

TuB Bocholt hat den Klassenerhalt in der zweiten Volleyball-Bundesliga doch noch perfekt gemacht. Mit einem ungefährdeten 3:0 (25:23, 25:15, 25:18)-Sieg über den Tabellendritten VC Bitterfeld-Wolfen und den gleichzeitigen Niederlagen der Mitkonkurrenten USC Braunschweig und SF Aligse konnte die Mannschaft von Interimscoach Norbert Olbing im letzten Moment den Kopf noch aus der Schlinge ziehen. Somit dürfen die Bocholter auch in der nächsten Saison in der Bundesliga aufschlagen. „Ich kann Klassenerhalt“, sagte Olbing nach dem Abpfiff nicht ohne Stolz. Nachdem er zuvor mit seiner Damenmannschaft SG Werth-Bocholt und der zweiten TuB-Herrenmannschaft den Abstieg vermeiden konnte, gelang ihm dieses Kunststück auch am letzten Spieltag als Interimscoach in der Zweiten Liga. „Das war viel schwerer, als ich es erwartet habe. Wir haben sechs harte, intensive Wochen hinter uns und ich habe versucht, noch an einigen Stellschrauben zu drehen. Die Jungs haben toll mitgezogen, und am Ende hat es gereicht“, sagte Olbing.

Dem stimmte sein Kapitän Lars Geukes bedingungslos zu: „Die Erleichterung bei uns allen ist sehr groß. In den letzten Wochen haben wir hart trainiert und Taktik und Blockspiel verbessert. Kompliment an die Mannschaft, die als Team aufgetreten ist und sich nie aufgegeben hat. “Und auch Außenangreifer Matthias Unland, der immer wieder für die ganz wichtigen Punkte zuständig war, hob den Mannschaftsgeist hervor: „Es ging in dieser Saison immer auf und ab. Aber alle haben letztendlich toll mitgezogen, sehr gut gearbeitet und am Ende waren die Abläufe wieder rund.“

 

So präsentierte sich TuB am Samstagabend vor über 300 Zuschauern von Beginn an bärenstark. Allerdings muss auch hinzugefügt werden, dass der Gegner diese Partie nicht mehr ernst nahm. „Uns war der dritte Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. So wollten wir hauptsächlich Spaß haben, und haben bei der Besetzung der Positionen mal etwas ganz anderes ausprobiert. Diesen Luxus konnten wir uns leisten, und das haben sich die Jungs auch verdient“, sagte VC-Coach Darko Despotovic, der entgegen seiner sonstigen Angewohnheiten diesmal drei Sätze lang ganz entspannt auf seinem Stuhl saß. Bocholt zog Mitte des ersten Satzes auf und davon und führte schon mit 22:17, ehe plötzlich doch Nervosität aufkam. Die Gäste glichen zum 23:23 aus. Doch Unland brachte mit einem tollen Angriff Bocholt wieder auf die Siegerstraße. Mit 25:23 Punkten ging der Satz an die Hausherren.

 

Der zweite Durchgang wurde eine ganz deutliche Angelegenheit. Bei Bitterfeld-Wolfen zeigten die Positionswechsel jetzt deutliche Auswirkungen, es lief nichts mehr zusammen. Selbst Bocholts Zuspieler Lukas Essing steuerte nun viele Punkte zum Satzgewinn bei. Er wurde hinterher auch zum wertvollsten Spieler ernannt: „Norbert hat als Trainer viel mit mir gearbeitet. Davon habe ich enorm profitiert, wie das gesamte Team“, sagte Essing. Mit 25:15 Punkten ging dieser Abschnitt klar an Bocholt.

 

Genauso wie der dritte Satz, den die Olbing-Sechs klar dominierte. Am Ende stand es 25:18 und der notwendige Sieg wurde deutlicher als erwartet eingefahren. Nach dem Abpfiff überreichte Mannschaftsführer Geukes einige Präsente der Mannschaft an Trainer und Mitorganisatoren. Als Letzter wurde Olbing besonders geehrt, weil er in der Schlussphase als Trainer eingesprungen war und viel zum Klassenerhalt beigetragen hatte. Allerdings wird Olbing nicht weitermachen: „Ich gebe den Posten wieder in andere Hände und werde mich auf die Trainerarbeit mit den Damen von Werth/Bocholt konzentrieren. Das hat für mich Priorität“, sagte er.